Woche der pflegenden An- und Zugehörigen mit bewegender Auftaktveranstaltung eröffnet
Pressemitteilung
Hannover 09.10.2026
Woche der pflegenden An- und Zugehörigen mit bewegender Auftaktveranstaltung eröffnet
Am Montag wurde im Leibnizhaus in Hannover die zweite Woche der pflegenden An- und Zugehörigen in Niedersachsen eröffnet. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen die Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen in Niedersachsen sowie die Erfahrungen von Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen.
Hinter der Woche steht ein breites Bündnis von Organisationen in Niedersachsen, die sich für pflegende Angehörige stark machen.
Ein symbolischer Jenga-Turm veranschaulichte, wie viele unterschiedliche Bausteine für eine verlässliche Versorgung im Pflegealltag notwendig sind. Gleichzeitig machte er die Fragilität des Pflegesystems deutlich: Fehlt ein wichtiger Baustein oder fällt eine Unterstützungsleistung weg, kann das gesamte Gefüge schnell ins Wanken geraten.
Besonders eindrucksvoll waren drei Interviews mit Betroffenen. Ihre persönlichen Schilderungen verdeutlichten die hohen körperlichen und emotionalen Belastungen, die mit der Pflege verbunden sein können. Zugleich berichteten sie von deren schönen und bereichernden Seiten - von Nähe, Verbundenheit und wertvollen gemeinsamen Momenten.
Die Auftaktveranstaltung rückte damit die große gesellschaftliche Bedeutung pflegender An- und Zugehöriger in den Mittelpunkt. Sie zeigte zugleich, wie wichtig verlässliche Beratung, wirksame Entlastungsangebote und tragfähige Unterstützungsstrukturen sind. Zum Abschluss der Veranstaltung richtete Dr. Andreas Philippi ein Grußwort an die Gäste.
Im weiteren Verlauf der Aktionswoche laden zahlreiche Veranstaltungen dazu ein, sich zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote kennenzulernen. Eine Übersicht der Veranstaltungen finden sich auf der Website unter: www.wpa-niedersachsen.de
Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung eröffnete die Schirmherrin der Aktionswoche und Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Hanna Naber, feierlich die Ausstellung "Häusliche Pflege in Niedersachsen - aus dem Schatten ins Rampenlicht".
Im Anschluss berichtete Gudrun Wewer von ihren Herausforderungen im Alltag als pflegende Angehörige.
Im Zentrum der Ausstellung steht ein detailgetreu gestaltetes Pflegezimmer, das die Lebenswirklichkeit häuslicher Pflege sichtbar und erfahrbar macht. Geplant und aufgebaut wurde es vom Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e. V. in Zusammenarbeit mit Detlef Witt von der Firma buttparts - mit viel Kreativität und großer Liebe zum Detail.
Finanziert wurde das Projekt von der Diakonie in Niedersachsen und der Feldmann Stiftung Demenzhilfe. Die Ausstellung lenkt den Blick auf die vielfach im Verborgenen geleistete häusliche Pflege und rückt das Engagement pflegender An- und Zugehöriger dorthin, wo es hingehört: aus dem Schatten ins Rampenlicht.
Bereits in den ersten vier Tagen wurde die Ausstellung von zahlreichen Interessierten besucht. Auch Abgeordnete verschiedener Fraktionen zeigen großes Interesse und setzen sich vor Ort mit den Herausforderungen und Leistungen häuslicher Pflege auseinander.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Oktober 2026 täglich von 9 bis 20 Uhr im Niedersächsischen Landtag zu sehen.
Pressekontakt:
Symbolischer Jenga-Turm, Fotorechte: Victoria Coda, Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V.
Pflegezimmer-Ausstellung im Landtag, Fotorechte: Victoria Coda, Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V.
Pflegezimmer-Ausstellung im Landtag mit allen Bündnispartnern der Woche, Fotorechte: Victoria Coda, Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V.